Brüssel bestraft chinesische Firmen wegen Handels mit Moskau – sie stehen nun auf der Sanktionsliste

Die Europäische Union hat drei chinesische Unternehmen auf ihre Sanktionsliste gesetzt – zwei große Raffinerien und die Handelstochter des Konzerns PetroChina. Der Grund ist ihre Unterstützung Russlands bei der Umgehung der bestehenden Sanktionen.

Shandong Yulong und Liaoyang Petrochemical verarbeiten zusammen bis zu 600.000 Barrel Rohöl pro Tag und gehören zu den wichtigsten Abnehmern russischen Erdöls. Nach Einschätzung der EU tragen sie damit zur Finanzierung des russischen Kriegs in der Ukraine bei.

Vor allem Shandong Yulong, eine neue Raffinerie mit einer Kapazität von 400.000 Barrel pro Tag, steht bereits unter britischen Sanktionen. Nach deren Einführung kündigten mehrere Zulieferer ihre Verträge. Laut dem Magazin EU Journal hat das Unternehmen Millionen Barrel der Sorten ESPO und Urals gekauft.

Die Liaoyang-Raffinerie im Nordosten Chinas hat eine Kapazität von 200.000 Barrel pro Tag und ist in den breiteren petrochemischen Industriezweig integriert.

Von den Sanktionen betroffen ist auch die Handelsfirma Tianjin Xishanfusheng, die laut Brüssel eine Schlüsselrolle bei der Umgehung der Maßnahmen spielte.

(reuters, lup)