|   2025-10-25 16:07:21

UN-Staaten unterzeichnen Übereinkommen gegen Computerkriminalität

Mehr als 60 Länder haben am Samstag in Hanoi das erste UN-Abkommen zur Bekämpfung der Cyberkriminalität unterzeichnet.

Nach Angaben der UN-Kommunikationsabteilung stellt das Ereignis einen wichtigen Schritt zu einer weltweiten Zusammenarbeit beim Schutz vor Online-Kriminalität dar. Das neue UN-Übereinkommen zielt auf die Bekämpfung digitaler Verbrechen ab, darunter Online-Betrug, Kindesmissbrauch und Geldwäsche. Es tritt in Kraft, sobald es von den teilnehmenden Staaten ratifiziert wurde.

Laut dem UN-Generalsekretär António Guterres ist dies ein bedeutender Meilenstein im Bemühen, die Cybersicherheit zu stärken.

Das Abkommen hat jedoch breite Kritik von Technologieunternehmen und Menschenrechtsorganisationen ausgelöst. Diese warnen, dass unklare Bestimmungen staatliche Überwachung, Machtmissbrauch und Einschränkungen der Medienfreiheit sowie der Rechte von Aktivisten ermöglichen könnten.

Technologiefirmen warnen zudem vor der Kriminalisierung von Sicherheitsforschung und Eingriffen in die Privatsphäre der Nutzer, weshalb mehrere Unternehmen die Unterzeichnung des Dokuments boykottierten. Menschenrechtsorganisationen halten die im Abkommen vorgesehenen Schutzmaßnahmen für unzureichend.

(sie)