Catherine Connolly gewinnt die irische Präsidentschaftswahl mit Rekordergebnis

Die irische Präsidentschaftswahl brachte einen deutlichen Sieg für die unabhängige linksgerichtete Politikerin Catherine Connolly, die 63,4 Prozent der Stimmen erhielt – mehr als das Doppelte ihrer engsten Konkurrentin Heather Humphreys (29,5 Prozent).

Connolly, eine langjährige Kritikerin der Europäischen Union und der Vereinigten Staaten, gelang es im Wahlkampf, die zersplitterte Linke zu vereinen und besonders jüngere Wähler zu mobilisieren. In ihrer Rede versprach sie, als Präsidentin „den Menschen zuzuhören und beim Aufbau einer neuen Republik mitzuwirken, die jeden Bürger respektiert“.

Das Amt des irischen Präsidenten ist überwiegend repräsentativ, spielt jedoch auch auf der internationalen Bühne eine wichtige Rolle. Connolly ist bekannt für ihre pro-palästinensische Haltung, die von der Mehrheit der Bevölkerung und auch von der Regierung unterstützt wird. Ihre Wahl gilt als Signal für eine mögliche Wiedervereinigung der Linken in Irland.

Die Wahl wurde von einer rekordhohen Zahl ungültiger Stimmen begleitet, was auch mit einem Protestteil der Wählerschaft zusammenhing. Premierminister Micheál Martin kündigte bereits an, dass die Regierung den Prozess der Kandidatennominierung reformieren wolle.

(reuters, sie)