Israel lehnt Beteiligung türkischer Streitkräfte im Gazastreifen ab

Der israelische Außenminister Gideon Saar erklärte am Montag, dass Israel die Präsenz türkischer Streitkräfte im Gazastreifen im Rahmen des US-Plans zur Beendigung des Konflikts in dem palästinensischen Gebiet nicht akzeptieren werde.

Der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Plan der Vereinigten Staaten sieht internationale Truppen im Gazastreifen vor, um das zerbrechliche Waffenstillstandsabkommen zu sichern, das in diesem Monat den zweijährigen Krieg zwischen Israel und der Hamas beendet hat.

Saar sprach auf einer Pressekonferenz in Budapest an der Seite des ungarischen Außenministers Péter Szijjártó. Er betonte, dass Länder, die den Einsatz von Soldaten erwägen, fair gegenüber Israel handeln müssten. Saar erinnerte an die Abkühlung der israelisch-türkischen Beziehungen während des Gaza-Kriegs, als der türkische Präsident Tayyip Erdoğan die israelischen Militäroperationen scharf kritisierte.

Nach Saars Worten könne Israel den Eintritt türkischer Streitkräfte auf sein Territorium nicht zulassen, und diese Haltung habe man auch der US-Regierung mitgeteilt. Die Trump-Administration habe bereits eine Beteiligung amerikanischer Soldaten im Gazastreifen ausgeschlossen, führe jedoch Gespräche mit Ländern wie Indonesien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Ägypten, Katar, der Türkei und Aserbaidschan über eine mögliche Teilnahme an der internationalen Truppe.

(reuters, sie)