Lukaschenko bezeichnet Litauens Grenzschließung als „verrückten Betrug“

Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko hat die Schließung der Grenzen durch Litauen als „nicht standardmäßigen Schritt“ bezeichnet. Seinen Worten zufolge handle es sich um einen „verrückten Betrug“, mit dem Vilnius eine hybride Kriegsführung betreibe, die auch die chinesische Wirtschaft, einen Partner Weißrusslands, gefährde.

Die litauische Premierministerin teilte mit, dass das Land damit beginnen werde, Schmugglerballons abzuschießen, die wiederholt den Luftverkehr über der Ostseeregion gestört hätten. Die Maßnahme soll weitere Verletzungen des Luftraums durch Belarus verhindern.

Lukaschenko erklärte weiter, dass die Stationierung des Raketensystems „Oreschnik“ in Belarus „kein aggressiver Schritt“ sei. Das System diene der Sicherung der nationalen Sicherheit und dem Schutz der Bevölkerung. Er betonte, dass weder Russland noch Belarus an einer Eskalation der Lage in der Region interessiert seien.

(reuters, sie)