Bei Putin ist Dmitri Kosak ausgeschieden. Wegen seiner Haltung zur Ukraine?
Der russische Präsident Wladimir Putin hat Dmitri Kosak auf dessen eigenes Ersuchen von seinem Posten als stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung entbunden.
Das Dekret zur Abberufung nennt keine Gründe und macht keine Angaben zu Kosaks weiteren Plänen. Laut Medienberichten trat er freiwillig zurück, und es wird erwartet, dass er eine Karriere im Unternehmenssektor anstrebt.
Kosak gehörte seit den 1990er Jahren zu den Konstanten im Team Putins und spielte eine wichtige Rolle etwa bei der Organisation der Olympischen Spiele 2014 in Sotschi.
Einige russische und ausländische Analysten führen seinen Abgang auf seine Unzufriedenheit mit der Ukraine-Politik zurück. Er soll 2022 als einziges Mitglied des Sicherheitsrates offen gegen die umfassende Invasion gewesen sein und später erfolglos Friedensgespräche vorgeschlagen haben – als Kompromiss die Ablehnung eines NATO-Beitritts der Ukraine. Nach dem Verlust seines Einflusses wurden seine Zuständigkeiten in der Ukraine-Frage auf Sergei Kirijenko übertragen.
Kosaks Abgang deutet auf eine Stärkung des ultrakonservativen Kerns um Putin und eine Verringerung der Chancen auf eine Kompromisslösung im Ukraine-Konflikt hin.
(reuters, est)