USA entsenden Flugzeugträger in die Karibik – Maduro spricht von Kriegstreiberei

Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat die USA beschuldigt, einen Krieg zu provozieren, nachdem das US-Militär den Flugzeugträger USS Gerald R. Ford – das größte Kriegsschiff der Welt – in die Karibik verlegt hat.

Das Pentagon erklärte, die Operation solle den Kampf gegen Drogenkartelle und transnationale kriminelle Organisationen unterstützen.

Laut der BBC umfasst der Einsatz auch F-35-Kampfjets und ein Atom-U-Boot. Die USA haben bereits eine Reihe von Luftangriffen durchgeführt, bei denen seit September mindestens 43 Menschen getötet wurden. Einer der Angriffe, der sich gegen ein mutmaßlich dem Tren-de-Aragua-Kartell gehörendes Schiff richtete, forderte am Freitag sechs Todesopfer.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump bezeichnet die Maßnahmen als rechtmäßig, doch Juristen und mehrere Kongressmitglieder stellen deren Verfassungsmäßigkeit infrage.

Maduro warnt vor einem Versuch, einen Regimewechsel herbeizuführen, während Analysten darauf hinweisen, dass das Ziel darin bestehen könnte, das Militär und die Eliten einzuschüchtern, um sie gegen ihn aufzubringen.

Eine Invasion haben die USA bislang nicht angekündigt, doch die verstärkte militärische Präsenz und die Diskussionen über eine mögliche Bodenoperation erhöhen die Spannungen in der Region erheblich.

(lup)