Vertreter der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), die Teil der Koalition von Bundeskanzler Friedrich Merz ist, forderten eine Neuausrichtung der Politik gegenüber China.
Der Vorstoß erfolgte, nachdem Außenminister Johann Wadephul von der Christlich Demokratischen Union (CDU) seine geplante Reise nach Peking abgesagt hatte.
Die chinesische Seite hatte nur eines der gewünschten Treffen bestätigt – ein Schritt, der die Spannungen zwischen beiden Ländern in Fragen von Handel und Sicherheit weiter verschärfte.
Nach Ansicht von Adis Ahmetovic (SPD) sei die kurzfristige Absage kein positives Signal für die Beziehungen zwischen Berlin und Peking. Er betonte, dass eine aktive, strategische Außenpolitik erforderlich sei, die auf offenen Dialog, klare Kommunikation und langfristige Interessen setze.
Deutschland gehört zu den größten Volkswirtschaften Europas, während China sein wichtigster Handelspartner in Asien ist.
Berlin verabschiedete im Jahr 2023 eine „De-Risking“-Strategie, die China zugleich als Partner, Wettbewerber und systemischen Rivalen betrachtet.
(reuters, sie)