Deutschland sprengt zwei Kühltürme eines ehemaligen Kernkraftwerks
In der deutschen Stadt Gundremmingen wurden am Samstag im Rahmen einer kontrollierten Sprengung zwei Kühltürme des ehemaligen Kernkraftwerks abgerissen. Die Türme, die zusammen rund 56.000 Tonnen Beton umfassten, verschwanden innerhalb weniger Sekunden aus der Stadtsilhouette, berichtet Euronews.
Das Kraftwerk war über mehr als sechs Jahrzehnte ein markantes Wahrzeichen Gundremmingens und trug wesentlich zur wirtschaftlichen Entwicklung und Beschäftigung in der Region bei.
Tausende Einwohner verfolgten die Sprengung, für die eine Sicherheitszone eingerichtet wurde. Lokale Betriebe veranstalteten spezielle „Beobachtungspartys“.
Der gesamte Sprengprozess umfasste drei kontrollierte Explosionen: Die erste sollte Tiere aus der Umgebung vertreiben, die zweite brachte den ersten Turm zum Einsturz, und die dritte ließ den zweiten Turm fallen. Der Rückbau des Kraftwerks wird voraussichtlich bis 2040 andauern.
(sie)