Brüssel bietet Zugeständnisse an. Das Ziel der Emissionsreduzierung bleibt jedoch bestehen

Die Europäische Union bemüht sich um die Unterstützung der Mitgliedstaaten für das ehrgeizige Ziel, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90 Prozent zu senken.

Der Entwurf eines Kompromisstextes, der dazu beitragen soll, den Widerstand einiger Regierungen zu überwinden, ermöglicht es, das Ziel alle zwei Jahre zu überprüfen und die Anforderungen zu lockern, wenn der technologische Fortschritt oder die CO₂-Absorption in Wäldern nicht wie erwartet voranschreitet.

Der Entwurf garantiert gleichzeitig, dass ein mögliches Versagen eines Sektors nicht durch eine erhöhte Belastung anderer Sektoren ausgeglichen wird. Diese Zugeständnisse sollen die Bedenken der Länder mildern, die mit finanziellen und industriellen Herausforderungen zu kämpfen haben und aufgrund hoher Energiepreise und ausländischer Konkurrenz unter politischem Druck stehen.

Das Hauptziel, nämlich eine Reduzierung um 90 % bis 2040, bleibt jedoch bestehen, einschließlich der Möglichkeit, drei Prozent dieses Ziels durch den Kauf ausländischer Emissionszertifikate zu erreichen.

Der Kompromisstext wird von den Botschaftern der EU-Mitgliedstaaten diskutiert, wobei die endgültige Entscheidung bereits am 4. November fallen könnte. Darüber hinaus verspricht die Kommission Änderungen bei weiteren Maßnahmen – beispielsweise bei der Kontrolle der Kohlenstoffpreise oder der Überprüfung des Verbots von Verbrennungsmotoren –, um Länder wie Polen, die Tschechische Republik, Italien oder Deutschland zu beruhigen.

(reuters, max)