Netanjahu beruft Regierungssitzung zur Reaktion auf die Hamas ein

Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu wird am Dienstag eine außerordentliche Kabinettssitzung einberufen, um eine mögliche Reaktion auf den Bruch der ersten Phase des Waffenstillstandsabkommens durch die Hamas zu erörtern, berichtet die Times of Israel.

Nach Angaben hebräischer Medien soll bei der Sitzung der Verdacht behandelt werden, dass die Hamas nur die Überreste eines bereits übergebenen Geisels statt des Körpers eines noch vermissten Mitglieds der Gruppe von dreizehn Geiseln übergeben habe. Israel wirft der Hamas vor, die Bedingungen des seit dem 10. Oktober geltenden Abkommens nicht einzuhalten und die Leichen weiterer Geiseln zurückzuhalten.

Einige Berichte deuten zudem darauf hin, dass die israelische Regierung erwägt, die sogenannte „gelbe Linie“ zu verschieben, wodurch mehr Gebiete des Gazastreifens unter die Kontrolle der israelischen Armee fallen würden.

Radikale Minister fordern den Premierminister zu härteren Maßnahmen gegen die Hamas auf. Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir verlangt die vollständige Zerstörung der Hamas, unterstützt von Finanzminister Bezalel Smotrich, der eine dringende Sitzung des Sicherheitskabinetts fordert.

Im nördlichen Westjordanland griffen israelische Sicherheitskräfte drei palästinensische Bewaffnete an, die einen Anschlag vorbereiteten. Scharfschützen und ein Luftangriff töteten alle drei.

(sie)