Verhandlungen zwischen Afghanistan und Pakistan gescheitert – Eskalation droht

Die Gespräche zwischen Afghanistan und Pakistan in Istanbul, die auf ein langfristiges Waffenstillstandsabkommen abzielten, endeten ohne Ergebnis. Laut dem pakistanischen Informationsminister Attaullah Tarar habe die afghanische Seite „ständig vom Kern des Problems abgelenkt“ und sich statt auf Lösungen auf Anschuldigungen und Taktiken konzentriert.

Die Verhandlungen folgten auf einen am 19. Oktober in Doha vereinbarten Waffenstillstand nach tödlichen Gefechten entlang der gemeinsamen Grenze – den heftigsten Zwischenfall seit der Machtübernahme der Taliban im Jahr 2021. Tarar erklärte, der Dialog habe keine „praktikable Lösung“ hervorgebracht.

Nach pakistanischen Angaben weigerten sich die Taliban, sich zu verpflichten, den pakistanischen Taliban – eine militante, Islamabad feindlich gesinnte Gruppe, die angeblich ungestraft in Afghanistan operiert – unter Kontrolle zu bringen. Die afghanische Seite bestreitet, Einfluss auf diese Gruppe zu haben.

Trotz des Waffenstillstands kamen am Wochenende bei Gefechten fünf pakistanische Soldaten und 25 militante pakistanische Taliban ums Leben. Der pakistanische Verteidigungsminister warnte, das Scheitern der Gespräche könne zu einem „offenen Krieg“ führen.

(reuters, max)