Magyar erstattet Strafanzeige – Orbáns Berater veröffentlicht Deepfake-Video

Die politische Szene in Ungarn erlebt neue Spannungen, nachdem Oppositionsführer Péter Magyar angekündigt hat, Strafanzeige gegen einen Berater von Premierminister Viktor Orbán zu erstatten.

Grund ist ein Video, das angeblich zeigt, wie Magyar über eine Senkung der Renten spricht. Nach Angaben des Vorsitzenden der Partei Tisza handelt es sich jedoch um ein gefälschtes Deepfake-Video, das mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde.

Das Video wurde auf Facebook von Balázs Orbán veröffentlicht – nur wenige Monate vor den entscheidenden Wahlen 2026, bei denen Magyars Partei derzeit in den Umfragen führt.

Das Video wurde nicht als KI-generiert gekennzeichnet, was jedoch nach dem Jahr 2026 gegen ein geplantes EU-Gesetz verstoßen würde.

Balázs Orbán äußerte sich nicht direkt zu dem Fall, warf Magyar jedoch vor, Kritik zum Schweigen bringen zu wollen. Laut Analysten könnte der Vorfall die politische Polarisierung im Land weiter vertiefen.

Der Experte Gábor Polyák weist darauf hin, dass ungarische Gesetze zwar Schutz vor Verleumdung bieten, ähnliche Fälle in der Praxis jedoch noch kaum geprüft wurden.

(reuters, lup)